Weißgold: Beliebte Legierung der Schmuckherstellung

Die Geschichte von Weißgold ist relativ jung und geht auf das Jahr 1912 zurück. Damals wurde in Pforzheim, der "Goldstadt" am Rande des Schwarzwalds, zum ersten Mal Gold durch die Beimischung von Zusatzmetallen entfärbt: Das sogenannte Weißgold war geboren und wurde in der Schmuckherstellung als günstige Alternative zu Platin genutzt. Der große Vorteil gegenüber Platin ist aber nicht nur der Kostenfaktor sondern auch die Bearbeitbarkeit da Weißgold ein weicheres Material ist. Im Gegensatz zu Silber ist Weißgold deutlich teurer, allerdings oxidiert es auch nicht und so gibt es im Laufe der Zeit keine dunklen Verfärbungen.

Weißgold kann aus unterschiedlichen Metallen legiert werden. Besonders hochwertig ist eine Legierung aus Gold, Silber und Palladium. Bei einer reinen Gold-Palladium-Legierung muss der Palladiumanteil entsprechend hoch sein, da es dem Gold seine gelbe Farbe entzieht. Das klassische 750er Weißgold ist aus 75 Prozent Gold und 25 Prozent Palladium legiert oder weist zusätzlich noch einen Silberanteil auf.

Verlobungsring aus Weißgold mit einem Solitär in 6er-Krappe.
In Ringen harmoniert Weißgold besonders gut mit farblosen Brillanten.